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Margot Werner - gesungen von Greor Walz

Musik

Gregor Walz singt Margot Werner am Piano Andrei Quint Und für Jeden kommt Der Tag… „...da steht er dort wo er beginnt. Dann weißt du's endlich besser, oder bist du noch ein Kind? Wie ein...kes Blatt im Wind, so zittert unser Leben nach-
und alle unsere Träume bleiben immer in uns wach...“

Dieses Lied war der erste Margot Werner Song den ich hörte, 1975 habe diese meine erste LP vom gesparten Taschengeld gekauft und mein erstes Margot Werner Konzert besuchte ich mit 11 Jahren in der Kongresshalle in München.

Der große atemberaubende Auftritt, so viele Bilder und Töne die für mich mit vielen Erlebnissen verbunden sind. Seitdem begleitet mich ihre Musik und hat meine musikalische Laufbahn und mein Leben geprägt....

Für mich wird mit diesem musikalischen Reigen ein lang gehegter Traum wahr und ich bin stolz und dankbar, dass ich diesen Weg mit keinem geringeren als Andrei Quint beschreiten darf. Er hat Margot Werner über 14 Jahre am Piano und um die Welt begleitet.

Wir ehren und erinnern uns an eine große, wundervolle, schöne und talentierte aber vor allem warmherzige und humorvolle Frau. Die Primaballerina der Münchner Staatsoper, in Salzburg geboren, die es zu unvergleichlichem Musikruhm brachte. Ein ''Role Model'' in ihrer Zeit als die Frau um die 40 in Mode kam.

Ein Leben voller unglaublicher Höhepunkte auf die sie so stolz war, und das wie alle Künstlerleben auch von Abstürzen und Leid geprägt war. Sie war eine Löwin, eine Kämpferin, eine Diva. Ihr Leben liegt in ihren Liedern, die die größten der Branche, wie Konstantin Wecker und Wolfgang Ambros für sie geschrieben haben. Viele der frühen Hymnen und Hits stammen von Abi Ofarim der auch ihre ersten drei LP's produzierte.
Von seinem Tod erfuhr ich während einer Probe zu unserem Programm - so schließt sich ein Kreis und auch er war unvergleichlich.
Maurus Pacher schrieb ihr fast jeden Text auf den Leib und so ergibt sich alles in allem eine wunderbare Lebenslinie durch ihre Musik.

Niemand, auch nicht die Knef, hat das deutsche Chanson so intensiv mit einem Produkt verbunden. Und dessen war sie sich bewusst. Als ich Margot vier Jahre vor ihrem Tod intensiv kennenlernte, ging sie gerade, kupferrote Mähne - ungebrochen die Ballerina!

Sie hatte in ihrem Leben wirklich alles erlebt und zum Schluss fast alles verloren. Aber sie war nicht kleiner, nicht älter geworden. „A bröckerl zum Essen und a Glaserl Federspiel“ das machte sie happy. Der Spagat in unserem Wohnzimmer mit 71, „i komm no runter...“. Wie sie in unserem Bad die Mähne zum färben über die Wanne hielt und wir lachten…und sangen!

Ich höre ihre warme Stimme an jedem Tag und bedaure, dass das Leben für sie zum Schluss so hart wurde und das unsere Branche niemanden ehrt der am Ende eines Weges steht.

Verluste kann man nicht verschmerzen, aber ihre Kraft und ihre Mottos die kann man bewundern: Nach jedem Fall wieder aufzustehen und mit einem Augenzwinkern zu sagen: „was solls fangen wir von vorne an, schauen wir nicht zurück!“
Sie sagte einmal über einen ihrer größten Hits „Ich hab im Leben nichts bereut'':

„Devisen hören sich ja schön an, aber die hier stimmt! Meine Lieder - das bin ich, jedes ein Stück von mir! Ein Stück meiner Wahrheit.“
Da schließ ich mich an – denn: Für jeden kommt er…Der

Spieldauer 4 Minuten 04 Sekunden