Ayurveda Parkschlösschen: Eine Auszeit, um sich selbst zu vergessen

Magic Places

Die außergewöhnliche Lage in mitten eines historischen Parks mit altem Baumbestand, die historischen Gebäude im renovierten vedischen Baustil wie auch das stringente Ayurveda-Detox-Konzept machen dieses 5-Sterne-Haus zu einem Magic Place der nachhaltigen Gesundheitspflege.

Ayurveda Parkschlösschen: Eine Auszeit, um sich selbst zu vergessen

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„Ein Leben in Balance und Harmonie mit sich und seiner Umwelt und daraus resultierende neue Lebensenergie mit Ayurveda – das ist der Kern und das Ziel unseres ganzheitlichen Konzepts.“ Eine anspruchsvolle Unternehmensphilosophie, die sich das Ayurveda Parkschlösschen über ihre Webseite auf die Fahnen schreibt. Eine Philosophie, hinter der wie so oft eine souveräne Idee und ein außergewöhnliches Erlebnis stecken.

Wolfgang Preuß, Gründer des Ayurveda Parkschlösschens, pflegte viele Jahre ein Leben als erfolgreicher Unternehmer in der Telekommunikationsbranche. Gewinn, Wachstum und wirtschaftliches Handeln standen im Mittelpunkt eines hektischen Lebens mit zahlreichen Arbeitsstunden und wenig Schlaf. Die Folge: Eine körperliche und geistige Belastung über Jahre hinweg, die ihn an den Rand des Burn-out brachte. Für Wolfgang Preuß stand fest, dass die Zukunft nicht im Weg zurück in ein oberflächlich geregeltes Leben liegen kann. Er suchte dauerhaftes Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensglück. Und so entschied er sich für eine ganzheitliche tiefgreifende Entgiftungstherapie beruhend auf der ältesten Heilkunst der Menschheit: Ayurveda.

Innerhalb von zwei Wochen ließ er sich in einem Ayurveda-Hotel in Süddeutschland tiefgreifend reinigen. Er kam zur Ruhe, regenerierte und bemerkte seit langer Zeit erstmals wieder, wie unglaublich gut und wohl man sich in seinem Körper fühlen kann, wie viel Lebensenergie eigentlich in ihm steckte. Sich selbst wiedergefunden kehrte er Heim. In seinem Gepäck befand sich der Wunsch, seine persönlichen körperlichen und geistigen Erfahrungen der Reinigung und Regeneration hier vor Ort zu ermöglichen, sie aufleben und lebendig werden zu lassen. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte und seiner Tochter Carina wollte er eine Oase der Ruhe und Heilung schaffen, in der authentische ayurvedische Methoden praktiziert werden. Ein Rückzugsort, der ohne strapaziöse Anreise, ohne klimatische Eingewöhnung und ohne Sprachbarrieren Erneuerung ermöglicht.

1993 eröffnete das Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach an der Mosel. Bis heute gilt es europaweit als Ideal eines Ayurveda-Kurresorts. Die außergewöhnliche Lage in mitten eines historischen Parks mit altem Baumbestand, die Gebäude – ein Mix aus moderner Architektur und Jugendstil, detailgetreu Renoviert im Sinne der vedischen Baubiologie – wie auch das stringente Ayurveda-Detox-Konzept machen dieses 5-Sterne-Resort zu einem Magic Place der nachhaltigen Gesundheitspflege. Annette Schnaitter und Dr. Hans Christian Meiser, Geschäftsführerin und Programmdirektor von RADIO 39, erhielten vor einiger Zeit die Möglichkeit, diesen magischen Ort zu besuchen.

Die Anamnese – von Dr. Hans Christian Meiser

„Bereits vor der Anreise wurde ich gebeten, einen Fragebogen zu meinem Leben auszufüllen und vorab zurückzuschicken. Ich beantwortete Fragen zu meiner Krankheitsgeschichte, zu Ess- und Schlafgewohnheiten, zu Vorlieben und Abneigungen, zu Charaktereigenschaften und Lebenseinstellungen. Wie jeder Gast so wurde auch ich zusätzlich darauf hingewiesen, bereits in der Zeit vor meiner Ayurvedakur auf alle schädlichen Genussprodukte, wie beispielsweise Süßes, Alkohol, Koffein, Nikotin und tierische Produkte, zu verzichten. Im Ayurveda Parkschlösschen angekommen, ging es als erstes zur Anamnese mit einer in Indien geschulten Ayurveda-Medizinerin. Bereits die ausführliche Vorbereitung zuhause empfand ich als ungewöhnlich. Was mich nun erwartete, sprengte alle bisher erlebten gesundheitlichen Vorgespräche. In einer langen, konzentrierten Kontrolle meines Pulses erspürte die Medizinerin meinen Konstitutionszustand. Sie erfasste die Stärke und Schwäche meiner „Doshas“ und die damit verbundenen Körperfunktionen. Sie betrachtete meine Zunge, meine Augen und meine Haut. Bei mir nicht erfolgt, aber zusätzlich auch möglich wäre eine Untersuchung von Urin und Stuhl. Erst das elementare Gesamtergebnis aus Anamnese und Fragebogen führte sie zur Festlegung meines individuellen Therapieplans.

Ich erhielt also in individueller Abstimmung mit meiner eigenen Vorgeschichte und meinem aktuellen körperlichen Befinden eine auf meine persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Behandlung offeriert. Ich empfand es als unglaublich spannend, was ich durch die Diagnose alles über mich erfuhr. Und diese völlige Abstimmung auf die Individualität des jeweiligen Patienten faszinierte mich. Ganz gleich ob es sich um Synchronmassagen, Wärmebehandlungen, Einläufe oder bewusst herbeigeführtes Erbrechen – ja, auch das kommt vor – handelt: Im Mittelpunkt steht immer der Ausgleich der „Doshas“, also der drei Grundkräfte Vata, Pitta und Kapha. Deren Zusammenspiel ist immer von der jeweiligen Lebenssituation abhängig und hat das Ziel einer umfassenden Daseinsfreude. Ich hatte mich für ein Kombipaket aus „Panchakarma“ und „Ayurveda Lifestyle Coaching“ entschieden. Und so erhielt ich nun meinen Therapieplan, zusammengesetzt aus verschiedenen stoffwechselanregenden Synchronmassagen, bei denen mich gleich zwei Therapeuten mal sanft, mal kräftig behandelten, Yoga- und Meditationseinheiten, Vorträgen über ayurvedische Ernährung, Tagesroutine und Selbstmassagen, Bewegung, Schlaf und Stressabbau. Hinzukamen ein Kochworkshop und eine Einheit Gewürzkunde.“

Die Königsdisziplin Panchakarma – von Annette Schnaitter

„Ich versuche bereits seit vielen Jahren, gesund zu leben, nehme mir Auszeiten und strebe nach dem inneren Einklang. Dabei habe ich unterschiedlichste Therapieformen kennen und schätzen gelernt. Ayurveda gehört dabei selbstverständlich zum Standard. Ernährung, Mediation, Yoga und Massagen sind die Grundelemente, auf denen die Philosophie des „Wissens vom Leben“ aufbaut. Die Feinheiten und damit auch die nachhaltige Wirkweise resultiert aus der intensiven Erkundung der „Doshas“. Für jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen, heißt es nicht umsonst. Und so gilt auch für das ayurvedische Verständnis, dass der Einklang von Körper, Seele und Geist durch die richtigen Kräuter und Öle hergestellt werden kann. Eine Wissenschaft, die bis heute für Kenner nach wie vor vor allem in Indien und Sri Lanka qualifiziert praktiziert wird, in Ländern also mit langer Anreise, ungewohntem Klima und einer fremden Sprache. Eine den indischen Wurzeln folgende und hier in Europa zum Leben erweckte Behandlung war mir bisher jedoch noch nicht begegnet. Für meinen Aufenthalt im Ayurveda Parkschlösschen habe ich mich daher ganz bewusst für das „Panchakarma“ entschieden. Nicht umsonst wird diese intensive Entgiftungskur als ayurvedische Königsdisziplin bezeichnet. Ganz nüchtern beschrieben befreit es den Organismus von belastenden Stoffwechselnebenprodukten und aktiviert dessen Selbstheilungskräfte:

Ghee und Kräutertees lösen Schlacken und Gifte, Öl-Synchronmassagen und Wärmetherapie fördern die Ausleitung der Gifte aus der Haut, Heilkräuter-Einläufe führen die Giftstoffe gezielt ab. Aus der Praxis kann ich nun ein noch viel emotionaleres Bild beschreiben. Meine Therapie begann mit verschiedenen Öl-Massagen, die vierhändig ausgeführt wurden und durch verschiedenen Materialien und Kräuterzusätze immer wieder neu auf mich wirkten und mich entspannten. Ich fühlte mich wohl und geborgen. Nach und nach wurden die Massagen intensiver, zusätzliche Einläufe und Kräuterpillen führten schließlich dazu, dass mein Körper die anfangs gelockerten Giftstoffe aus meinem Körper nicht einfach nur ausschied. Er entledigte sich aller schwächenden, belastenden Substanzen. Jedes Organ bis in die kleinste Zelle und Pore beteiligte sich an diesem Prozess. Physisch und psychisch durchlief ich ein Tal aus Übelkeit, depressiven Momenten und umfassenden Unwohlsein. Als ob ich all die negativen Aspekte – ob nun materiell oder immateriell – derer ich dabei war, mich zu entledigen, noch einmal spüren sollte. Trotz dieses anfänglichen Kur-Blues' fühlte ich mich nie allein. Ich wusste mich immer gut aufgehoben von umsorgenden Händen in einer mir vertrauten Umgebung. Ich konnte mich also fallen lassen. Und nach den ersten zwei Tagen war der Spuk vorbei. Mein Atem war weit, ich fühlte mich leicht und befreit. Jegliche Belastung war aus meinem Körper gewichen.“

Das Ayurveda Lifestyle-Coaching – von Dr. Hans Christian Meiser

„Ayurvedisch kuren ist das eine, ayurvedisch leben etwas anderes. Im Alltag habe ich keinen Therapieplan, der mir die nächsten Schritte vorgibt. Ich entscheide selbst, welchen Weg ich gehe. Was uns guttut, dass wussten nicht nur die indischen Weisen, sondern in der Regel alle unsere Vorfahren. Jede regionale Küche basiert auf diesen Kenntnissen, die sich stets an den Anforderungen des Überlebens an äußere Bedingungen orientierten. So lebten unsere Ahnen insbesondere im Winter in einem rauen, kalten Klima, mussten bei Wind und Wetter auf eine beschwerliche Jagd gehen. Fettreiche, nährstoffreiche Nahrung war von Nöten. Heute leben wir in gedämmten Häusern, unter dicken Decken, arbeiten in klimatisierten Büros auf aerodynamisch ausgerichteten Drehstühlen. Wir bezahlen mit der EC-Karte, was der Supermarkt uns anpreist. Wir leben im Luxus, uns aussuchen zu können, was wir essen und wie wir leben möchten. Ein Luxus, der zur Bequemlichkeit geworden ist und unserem Körper mehr schadet, als dass sie ihn nährt. Doch wie im Leben so geht es auch beim Essen nicht nur um den Genuss.

Denken wir evolutionär, dann geht es um die richtigen Inhaltstoffe im optimalsten Verhältnis. Genau diese Grundgedanken vermittelt das „Ayurveda Lifestyle Coaching“ im Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach. Die Teilnehmenden beginnen die Zügel wieder selbst in die Hand zu nehmen, um Verführungen zu entlarven und Meister ihres Lebens zu sein. Das Gruppenprogramm wird von erfahrenen Ayurveda Experten geleitet. Es vermittelt nachvollzierbar die Prinzipien des Ayurveda, um diese eigenständig und individuell auf den eigenen Alltag übertragen zu können. Theoretische Vorträge und praktische Workshops zu Stressbewältigung, Schlaf, Reinigungsritualen, Ernährung, Lebensenergie und Alltagsroutine werden ergänzt durch Yoga- und Meditationseinheiten sowie durch einen außergewöhnlichen, praxisnahen Kochkurs. Alle Aspekte fügen sich harmonisch zusammen, helfen dabei, den ayurvedischen Lebensstil zu verinnerlichen. Und eine persönliche Nachbetreuung unterstütz die Umsetzung im Alltag. Ich habe bei meinem Aufenthalt nicht nur sehr viel Ayurveda-Theorie gelernt, sondern auch am eigenen Leib erfahren, welche instinktiven Bedürfnisse mich – mit etwas Einfühlungsvermögen – automatisch auf meinem ayurvedischen Lebensstil leiten. Ich konnte erkennen, dass Sensibilität für ein bewusstes Leben in Gesundheit und Freude erst in der Ruhe möglich ist. Und dass wohl im Stress die Hauptursache für alle unsere schlimmen Befindlichkeiten liegt. Geht man den Weg entlang unter den altehrwürdigen Bäumen des Parks zur Kochschule, dann versteht man mit einem Mal, wie sinnvoll all das ist, was man hier lernen kann. Ich habe selten eine so große Abwechslung, eine so intensive „Einweihung“ in einen besonderen Lebensstil erhalten wie hier. Und ich kann sagen: Man wird hier neu geboren. Die intensive Fürsorge, die einem hier begegnet, ist tatsächlich in der Lage, lebensverändernd zu wirken.“

Das Buddha-Museum – von Annette Schnaitter

„Regeneration in Traben-Trarbach bezieht sich nicht nur auf den Körper und den Lebensstil. Regeneration gibt es hier auch für den Geist. Im Ressort erhält man ein großes Angebot an Meditationen oder Yogakursen. Ganz in der Nähe findet sich aber auch ein weltweit einmaliger und außergewöhnlicher Ort: Das Buddha-Museum. Über zwanzig Jahre hinweg sammelte Wolfgang Preuß Buddha-Figuren, Arthats und Bodhisattvas aus unterschiedlichsten Kulturen, Zeiten und Ländern. In einer ehemaligen Weinkellerei im Jugendstil in Traben-Trarbach, direkt am Ufer der Mosel fanden die Figuren ihr Zuhause. Seit 2009 kann die Öffentlichkeit sie erleben. Gemeinsam mit Wolfgang Preuß durfte ich für einige Stunden diese einmalige Atmosphäre zwischen 2000 Figuren in einer Größe zwischen wenigen Zentimetern bis hin zu 3,80 Metern genießen. Gedanken kommen und gehen. Das Auge findet immer neue Anreize, um zu hinterfragen, zu erkennen und zu verinnerlichen. Jeder Buddha hier hat seine eigene Geschichte, nimmt einen mit auf eine Reise in die Welt der Gedanken, hält Zwiesprache mit dem Unterbewussten und inspiriert zu Neuem. Die Zeit tritt in den Hintergrund und gibt den Raum frei für ausgedehnte Ruhe. Eine Ruhe, die so intensiv auf mich wirkte, dass ich sie – schließe ich meine Augen – immer noch in mir spüre. Eine Ruhe, die mir bis heute in meiner Meditation begegnet und Kraft gibt.“

Nachtrag:

Ayurveda ist die älteste bekannte ganzheitliche Heilmethode der Menschheit. Das „Wissen vom Leben“, was Ayurveda übersetzt bedeutet, entstand vor etwa 5000 Jahren in Indien. Die Jahrhunderte alte Lehre hatte Einfluss auf die Entwicklung der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Medizin des alten Ägyptens wie auch auf die Lehren des Hippokrates. Noch heute gilt Indien als Mekka der Heilkunst. Mittels einer umfassenden Reinigungskur werden das menschliche Verdauungssystem gestärkt, Stoffwechselschlacken gelöst und den Körper schadende Substanzen ausgeleitet. Körperliche und geistige Energiekreisläufe werden gereinigt und geöffnet, so dass das Leben wieder ganzheitlich fließen kann, die natürlichen Vorgänge wieder eigenständig aktiv werden. Neben einer speziellen, ausgewogenen Ernährungsweise, Yoga und Meditation zählen intensive Ölmassagen, Wärmebehandlungen und gezielte Ausleitungsverfahren zu den tragenden ayurvedischen Säulen.

„Panchakarma“ nennt sich die Königsdisziplin des indischen Ayurveda. Jede Therapiemaßnahme orientiert sich an der individuellen Gemütsverfassung des Patienten, bzw. an dem Gleichgewicht oder Ungleichgewicht seiner „Doshas“. „Doshas“ sind die drei Grundkräfte Vata, das Bewegungsprinzip, Pitta, das Feuerprinzip, und Kapha, das Strukturprinzip, die in jedem Organismus vorhanden sind. Die individuelle Ausprägung richtet sich nach dem ganz persönlichen Wohlgefühl. Ändert sich dieses im Laufe des Lebens, so ändert sich auch die Verteilung der „Doshas“ auf natürliche Weise. Gelangen Vata, Pitta und Kapha jedoch durch Stress, emotionale Belastungen oder eine ungesunde Ernährung aus dem Gleichgewicht, kommt es zur Störung des harmonischen Systems: Gifte reichern sich an, das Immunsystem leidet, der Körper wird krank. Die indische Lehre vom „Wissen vom Leben“ oder eben Ayurveda stellt das Gleichgewicht der „Doshas“ her, fördert die Entgiftung und führt den Menschen in ein harmonisches, glückliches Sein.

 

Warum wir von RADIO 39 magische Orte aufsuchen? Dr. Hans Christian Meiser erzählt Ihnen, warum wir über Magic Places berichten.

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