Annette Schnaitter

Nahtod-Drehtür in eine andere Realität?

Spiritualität

Nahtod-Drehtür in eine andere Realität?

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Ein Raum. Ein für Sie vertrauter Raum. Ihr Wohnzimmer vielleicht?

Sie genießen eine ruhige Minute in Ihrem Zuhause. Alles steht dort, wo sie es liebevoll hindekoriert haben. Das Sofa, der Tisch, die Kommode, der Teppich, der Fernseher, der Computer.

Musik läuft. Ihr Glas steht vor Ihnen.

Es ist Ihre Umgebung. Es ist Ihre Welt. Sie kennen sie.

 

Stellen Sie sich vor: Sie blicken auf einen bestimmten Punkt - ein Bild an der Wand. Sie strecken den Arm aus und können das Bild berühren. Sie fühlen Ihren Arm. Das Glas. Den Rahmen.

 

Sie fühlen Ihren Körper. Spüren Ihren Herzschlag.

 

Plötzlich hört dieses Gefühl für Ihren Körper auf. Es blendet sich aus. Sie sehen Ihren Arm. Er entfernt sich. Nein, Sie entfernen sich.

Mühelos. Sie schweben dort, wo eigentlich die Decke ist. Nein, Sie befinden sich ein Stockwerk über Ihrem Wohnzimmer.

 

Sie sind da. Sie sehen alles. Alles, was vertraut ist. Alles ist dort, wo es hingehört. Nur Sie, Sie sehen sich am Boden vor dem Bild liegen. Die Hand ausgestreckt. Die Hand, die eben noch das Bild berührt hat.

 

Sie wissen, dass dies Ihr Körper ist. Sie wissen, dass Ihr Körper am Boden leblos daliegt. Tot ist er nicht.

 

Sie aber sind außerhalb Ihres Körpers. Sie sind Betrachter Ihrer vertrauten Welt. Sie sehen alles, aber sie fühlen, dass alles auch durchscheinend ist. Wie eine Projektion. Wie eine Holographie. Hyperrealistisch. Aber durchscheinend. Die Materie hat ihre Schwerkaft verloren. Sie existiert, aber auf einer anderen “Frequenz”. Sie können durch die Mauer greifen, Sie sind in der Mauer. Es gibt keinen Widerstand.

 

Sie spüren diese Leichtigkeit. Sie spüren keine Angst. Sie sehen, dass in Ihrem Wohnzimmer Aufregung herrscht. Sie, nein Ihr Körper liegt leblos am Boden. Ihre Familie ruft den Notarzt. Sie fühlen. Mitgefühl. Aber Sie haben keine Angst. Denn Sie sind pure Freude, Sie sind wie aus Licht, nein, Sie sind das Licht, in dem Sie sich befinden. Sie fühlen alles, aber nichts ist schwer wie dort unten, wo Ihr Körper liegt.

 

Sie möchten in diesem Zustand bleiben. Das Licht über Ihnen, hinter Ihnen, in Ihnen, ruft Sie. Es ist Geborgenheit, Glückseligkeit. Sie sind,Sie, sind alles, Sie sind eins mit allem.

 

Sie spüren vollkommende Liebe.

 

Dann fällt ein schwarzer Schatten, Sie rasen durch einen Tunnel, Sie sind nicht existent, außerhalb von Raum und Zeit.

 

Dann wachen Sie auf. Sie schlagen die Augen auf und sehen den Notarzt. Sie spüren Schmerz. Ihr Kopf ist dumpf. Sie können kaum atmen. Was ist passiert?

 

 

 

Ja. Was ist passiert?

 

Waren Sie tot? Wo waren Sie? Was haben Sie erlebt? War das eine Sinnestäuschung oder war es ein Blick in eine erweiterte Realität?

 

 

Darüber diskutieren viele Experten, es gibt jede Menge verschiedene Meinungen.

 

Nahtod-Erlebnisse.

 

Sind sie real? Ist man in einer anderen Welt?

 

 

 

 

Für mich ist es das. Denn ich war dort. Als Kind. In einem Alter, in dem diese Dinge fraglos hingenommen werden. Weil alles erst einmal vorbehaltlos hingenommen wird.

Staunend. Aber nicht zögernd. Weil Zeit und Raum eine andere, noch nicht eingegrenzte Bedeutung haben. Weil der Tod kein Angstgebilde ist, sondern genauso nah ist, wie die Geburt, durch die man in diese Welt gekommen ist.

 

Für mich war es und ist es bis heute eine Drehtür in eine andere Realität.

 

Seitdem hat der Tod für mich ein anderes Gesicht, eine andere Bedeutung und ein anderes Gewicht.

 

Ich habe keine Angst davor, denn das Licht in mir, dass ich damals gespürt habe, es ist immer in mir.

 

Ob es mir Angst macht, mir vorzustellen, dass es nicht real war? Dass es eine Sinnestäuschung war?

 

Dass der Tod doch etwas ganz anderes ist?

 

Nein. Für mich ist es meine Realität. Sie muss nur für mich wahr sein.

 

Was denken Sie?

 

Schreiben Sie uns an info@radio39.de

 

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Redaktion: Annette Schnaitter

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